Der Namenlose

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Der Namenlose Gott

Dunkle Wunder - Selbstverstümmelung


Alveraniare:
Kalte Braut - Lügenbringer


Dämonen:
Atesh'Seruhn - Ghon'chmur - Grakvaloth - Ivash - Maruk-Methai


Augen des Namenlosen:
Feyangola - Iblistyssa - Micto'ala - Vrucacor - Zadig von Volterach


Kreaturen des Namenlosen:
Basilisken - Basiliskenkönig - Ghule - Nachtalben
Mindervampire - Vampire - Feylamias - Xadurolokasch
Erzvampire:   Walmir von Riebeshoff - Xymatuur - Zerwas


Kulte:
Anhänger des Rohafan von Pailos - Fürst der Niederhöllen
Gebetspfänder - Güldener Bund
Jünger des reuigen Sünders - Kult des Älteren der Äonen
Kult des verstümmelten Gottes - Schlitzer
Spinnentätowierte Meuchler - Wahrer Gott der Herrschaft


Erzgeweihte:
Ektor Gremob - Kazak - Kerbhold - Pardona - Perdan Warfal
Rohafan - Sephirim zu Laescadir - Tionnin Madaraestadin


Artefakte:
Dämonenkrone - Dreizehn Lobpreisungen des Namenlosen
Finger der Finsternis - Kaisertöter - Seulasslintan - Tridekarion

Kurzbeschreibung

[?] Der Namenlose
Namenloser.svg
Unsterblicher
(Wortschöpfungen, Eulogien, Redewendungen)
Namen Gott ohne Namen/Der Namenlose/Der Gesichtlose (Aventurien), Der Dreizehnte (Zwölfgöttergläubige), Rattenkind (Elfen, Amaunir), Der Güldene/Goldener Gott (Aventurien, Chrysotheos), Älterer der Äonen (Aventurien), Iblis (Tulamiden), Der Überzählige (Nivesen), Der Bruderlose/Der Geschwisterlose/Der Gülden Geflügelte (Maraskan), Herr des Weltenbrandes (Zyklopen), Nachtschwarze (Gjalskerländer), Das Dhaza (Elfen), Verstümmelter Gott (Fasar), Daimon (Ohort), Der Verheißene (güldenländische Einwanderer, Zyklopeninseln), Das Nachtlicht (Trolle), Schädelgott (Draydal), Naaghot-Shaar (kerr.: Der mit den zwei Gesichtern / Vielgesichtiger) (Myranor), Herr des Blutes (Vesai/Imperium), Der Blutsauger (Vesai), Der Stärkste (Lorthalion), Der Purpurne/Er, der liegt/Der All-Eine/Herrscher der Herrscher /Der wahre Herr/Beherrscher der Welt/Großmächtiger Herr (Anhänger), Burdu (Uthuria), Der Neunte (Tharun)
Aspekte Diebstahl, Erfolg, Erinnerung, Finsternis, Führung, Geheimnisse, Gift, Hass, Heimlichkeit, Heimtücke, Herrschaft, Intrigen, Lüge, Macht, Rache, Selbstsucht, Selbstverstümmlung, Stärke, Täuschung, Verführung, Verrat, Versuchung, Zerstörung
Sternbild Sternenleere
Heiligtümer Namenlose Stadt
Artefakte Die Dreizehn Lobpreisungen des Namenlosen, Tridekarion, Dämonenkrone, Kaisertöter, Seulasslintan, vermutlich Finger der Finsternis
Alveraniare das Rattenkind, die Augen des Namenlosen, Lügenbringer, Kalte Braut
Auserwählter Tionnin Madaraestadin, Ektor Gremob, Arantalwa lässt-Himmel-kreischen, Kazak watet-in-Blut, Pardona, Erzvampire, Kerbhold der Ketzer
Widersacher praktisch alle Götter
Mit freundlicher Genehmigung von
Ulisses Spiele und Uhrwerk Verlag

In praktisch allen bekannten aventurischen Kulturen stellt der Namenlose eine Widersacher-Gottheit dar. Am bekanntesten ist die Sage vom Fall des Namenlosen und der Bestrafung durch die Zwölfgötter.

Das Ziel des Namenlosen soll die Befreiung aus seinem Gefängnis in der Großen Bresche sein, die er selbst in den Sternenwall geschlagen hat. Diese Ketten sollen zum Weltende gelöst werden, wofür ihm von seinen Anhängern Sikaryan freiwillig geopfert oder von anderen Lebewesen geraubt wird.

Dem Namenlosen werden die Dämonen Atesh'Seruhn, Ghon'chmur, Grakvaloth, Ivash und Maruk-Methai zugeordnet, die sich von seinen Geweihten durch die Liturgie Herbeirufung der Diener des Herren mittels Karmaenergie beschwören lassen. In der myranischen Beschwörung werden diese der Quelle Abgrund zugeordnet und mittels Astralenergie beschworen.

Die meisten Vampire sind Geschöpfe des Namenlosen, die mittels dämonischer Macht geschaffen wurden. Lamifaari sind durch den Atem des Namenlosen verdorbene, vampirhafte Feenwesen, die das Tridekarion suchen. Basilisken gelten ebenso als Wesen des Namenlosen.

Seine Zeit sind die Namenlose Tage.

Rolle in den Zeitaltern

Kirchen, Sekten und Kulte

  • Der Kult des Namenlosen kann in Aventurien nur im Geheimen agieren.
  • Hinter dem Kult des verstümmelten Gottes von Bettlern in Fasar verbirgt sich in Wahrheit der Namenlose.
  • Der Kult des Älteren der Äonen war um 820 BF eine Sekte von Namenlosenanhängern im tulamidischen Raum.
  • Die Bewohner Reelias huldigen einem grausamen Bärengötzen. Schiffe, die den Hafen anlaufen, fahren nicht mehr unter Efferds Segen.
  • Im Tempel des Güldenen zu Phexcaer, einst der städtische Efferd-Tempel, wurde anfänglich nicht wirklich der Namenlose verehrt. Vielmehr diente er dem Besitzer Ektor Gremob, der vorgab ein erwählter Diener des Güldenen zu sein, zur Bereicherung. Mittlerweile wurde der Besitzer jedoch vom Namenlosen erwählt.
  • Die Draydal sind das auserwählte Volk des Schädelgottes in Myranor. Sie sehen in ihm den Erstgeborenen des Nairaces, der von den den Göttern des Secarians gefesselt und gefoltert wird.
  • Das imperiale Optimatenhaus Chrysotheos verehrte den Güldenen Gott, und wurde deswegen und wegen Kooperation mit den Draydal von den anderen Optimatenhäusern zerschlagen. Heutzutage besteht besteht die Verehrung des Güldenen Gottes im Chrysotheos-Exilreich Meralis fort.
  • Die Amaunir kennen das Rattenkind, Sohn des Widersachers, entstanden aus unzähligen Einzelratten. FeQesh verwundete es schwer, so dass es nun über Kultisten versucht, seine Pläne durchzusetzen. Der Kult des Rattenkindes lockt Anhänger aus der Unterschicht des Imperiums an, welche Rache an den Reichen und Mächtigen nehmen wollen.
  • Ebenfalls im Imperium aktiv ist der Kult der Ahmadena, ein unterwanderter Mada-Kult: Hier gilt Mada als für ihren Frevel gekettet und sich selbst verstümmelnd; faktisch wird also der Namenlose verehrt. Ahmedena ist ihre Zunge und gegenwärtige Legatin; faktisch wird damit Pardona verehrt.
  • Vesayischen Ursprungs, aber auch im Imperium verbreitet, ist der Kult des Vielgesichtigen (altkerrishitisch: Naaghot-Shaar). Er ist so allumfassend, dass sich Sterbliche immer nur einzelne Aspekte von ihm vorstellen können. Im Kult sind dies vor allem die gnädige Geberin und der grausame Nehmer. In Ailish-Merkhaba ist der Kult Staatsreligion.
  • Der Kult des Herren des Blutes ist ein Vampir-Kult ebenfalls vesayischen Ursprung. Laut diesem Kult gebührt Secarian nur den Stärksten; alle anderen haben Tribut zu leisten.
  • Sowohl in Aventurien als auch in Myranor leben die Shakagra'e, die Nachtalben der Pardona, die den Namenlosen indirekt über Pardona verehren.
  • Der Stärkste wird von vielen Lordalern und Tighrir des Nordens angebetet. Er steht für das Recht des Stärkeren, willkürliche Grausamkeit, und Freude am Leid der Schwächeren.
  • Der Neunte ist in Tharun der Gott der Endzeit und Vernichtung, dem die anderen Neugötter den Namen nahmen. Arkan'Zin soll einst mit ihm Bunde gestanden haben.

Geschichte

Spekulatives

Offizielle Spekulationen
Spielerspekulationen
  • Taten des Namenlosen sind zentraler Bestandteil der Kosmos-Hypothese.
  • Erstaunlich oft wird angenommen, dass hinter der Offenbarung Rastullahs in Wahrheit der Namenlose stecke. Nachvollziehbare Hinweise oder gar Belege für diese These konnten bislang nicht erbracht werden.
  • Im Goblin-Glauben heißt das personifizierte Böse Nacka Rachti. Es wurde von Orvai Kurim und Mailam Rekdai erschlagen und unter dem Ehernem Schwert begraben, wo es mit seinem Speichel die Felsmassen auflösen will, um sich dereinst zu befreien. Hinter dieser Vorstellung könnte sich ein Hinweis verbergen, dass sich unter dem Ehernen Schwert einer der Buchstaben seines Namens oder ein Teil des Omegatherions befindet. Genauso ist möglich, dass hier der Erzdämon Nagrach in die Glaubenswelt der Goblins Einzug genommen hat.
  • Angeblich herrschte er einst in einem Land im Westen (Myranor?, Lahmaria?) und ihm unterstanden 3 Untergötter. Doch diese versuchten ihn zu stürzen und es kam zum Kampf, in dessen Verlauf die 3 götter getötet wurden und das Land unterging (versank?). Der Namenlose selbst entkam nach Aventurien.
  • Die drei Untergötter des Namenlosen passen zu den beinahe gefallenen Göttern Brazoragh (eventuell der Gigant Raschtul), Levthan und Umdoreel. Tairach wird als ein Gott beschrieben, der "hinter den Sternen steht" und lacht. Wie der Namenlose in der Sternenbresche. Auch passt das Blutrot und Kupferrot als Farben des Tairach zum Purpur des Namenlosen. Ebenso sein Aspekt Herrschaft.
  • Es existiert eine These, die von drei gehörnten und gefallenen Göttern spricht. Hierbei handelt es sich um Levthan, der von Belkelel verführt wurde, Brazoragh, der von Belhalhar versucht wurde, und Umdoreel, der von Nagrach verleitet wurde. Dabei gerieten die drei Brüder gefährlich nahe an die Niederhöllen, wobei Umdoreel am tiefsten gestürzt sein soll (Tractatus contra Daemones S. 72). Der Namenlose könnte durchaus mit dem "hinter den Sternen stehenden" Tairach, dem "Vater" Brazoraghs der über das Jenseits herrscht und dessen Farben Blutrot und Kupferrot zum Purpur des Namenlosen passen, identisch sein. Der Aspekt Herrschaft spricht ebenfalls dafür. So wäre der Namenlose ein Kind des Los und Brazoragh als Gigant Raschtul ein Kind Sumus - sie hätten sich eventuell wechselseitig beeinflusst, da beide (Raschtul - Rastullah bei den Novadis, Tairach - Namenloser bei den Orks) eine ursprünglichere und erzeugende Stellung als Schöpfer oder Vater beanspruchen. Daran sieht man, wie verwickelt die "verwandtschaftlichen" Beziehungen in der Götterwelt sein können.
  • Angeblich war er einst der Elementarherr der Kraft, bis Mada die Zitadelle der Kraft zerstörte und mit ihr den Stein der Kraft. In diesem aber soll sie seinen Namen gesehen und ihn aufgeschrieben haben (und angeblich soll sich dieser Name in Thalami Sora in Myranor befinden).
  • Wenn der Namenlose wirklich der Elementarherr der Kraft war, kann es sein, dass es also die Zerstörung der Zitadelle der Kraft war, die ihn wirklich seines Namens und seiner Macht- und Existenzgrundlage beraubte. So musste er also nach einer neuen Kraftquelle suchen und fand sie auf Dere. Vielleicht müssen seine Anhänger ihm ja deshalb Sikaryan opfern, damit er seine wahre Stärke wiedererlangt.
  • Der Namenlose als Erstgeborener der Herrin Sumu trauert vielleicht am stärksten um sie und vernichtet deswegen alles, was sich von ihr nährt und ihre Lebenskraft benutzt um daran zu wachsen. Somit auch die Götter, die ihre Macht mit den Seelen ihrer Anhänger stärken und diese in ihren Hallen versammeln. Vielleicht rauben genau deswegen auch Vampire, Diener des Namenlosen, das Sykarian ihrer Opfer und führen es dem Rattenkind zu. Er holt sich so die von Sumu geraubte Kraft wieder.
  • Wenn der Namenlose jedoch das erste Kind des Los war, ist es möglicherweise der Hass des Kampfes (zwischen Los und Sumu), der ihn dazu bringt, das Sykarian zu rauben. Für diese Theorie spricht der Umstand, dass auch Tiere auf seinen Altären geopfert werden, die als Kinder der Sumu gelten.
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Irdisches

  • Ursprünglich als der Gegenspieler der Zwölfgötter konzipiert, wurden der Namenlose und seine Anhänger mit der Borbaradkampagne in den Hintergrund gedrängt und ihre Rolle von Erzdämonen und ihren Beschwörern ersetzt. Größter Unterschied zwischen dem Kult des Namenlosen und dämonischen Untrieben ist, dass sich die Anhänger des Namenlosen meist nahtlos in die sozialen Strukturen Aventuriens eingebunden haben und im Geheimen wirken. Dämonenpaktierer sind dagegen meist abgelegene Einsiedler (der bekannte Schwarzmagier in seinem Turm in der Wildnis) und bekennen sich, vor allem in den Schwarzen Landen, offen zum Bösen. Außerdem verfolgen sie unterschiedliche Ziele. Während der Namenlose die Herrschaft über die Schöpfung an sich reißen will, wollen die Erzdämonen sie schlichtweg vernichten.
  • Der Kult des Namenlosen bedient eher das Intrigenspiel mit gesellschaftlichen Ränkespielen und Geheimbünden, während die Dämonen eher das Horror-Genre bedienen, mit actionreichen Kämpfen gegen Zombies und Dämonen (wie sie auch das Hauptthema von Spielen wie Diablo sind).
  • Der Sturz des Namenlosen und die anschließende Herrschaft eines höchst verwandten Göttergeschlechtes erinnern an den griechischen Mythos von Kronos und den olympischen Göttern.
  • Zudem sind Parallelen zu der Geschichte von Melkor aus dem Silmarillion von Tolkien zu sehen. Als gefallener "Gott" wird er ebenfalls in Ketten gelegt und in die Zeitlose Leere verbannt.
  • Als gefallener Gott könnte der Namenlose dem gefallenen Erzengel Luzifer nachempfunden sein.

Publikationen

Ausführliche Quellen

Ergänzende Quellen

Erwähnungen

Offizielle Computerspiele

  • Im Computerspiel Die Schicksalsklinge (1992) können die Helden in einer Nebenqueste Namenlosen-Paktierer auf der Insel Hjalland aufhalten, die dort einen Tempel errichtet haben. Dies wurde nicht in die offizielle aventurische Geschichtsschreibung übernommen und wurde insbesondere nicht in der Regionalbeschreibung Unter dem Westwind wieder aufgegriffen.
  • Im Computerspiel Sternenschweif (1994) müssen die Helden in einen Namenlosentempel unter Tjolmar. Auch wenn das Spiel nicht in allen Details mit der offiziellen Aventurienbeschreibung in Übereinstimmung zu bringen ist, so wurde dieser Tempel in der späteren Zwergenspielhilfe Angroschs Kinder explizit erwähnt.
  • Das Computerspiel Blackguards thematisiert über weite Teile der Handlung eine namenlose Verschwörung in Mengbilla und Chababien.

Links

Wiki Aventurica

Externe Links

Regionalwikilinks: